
Wie viel Einwohner hat Deutschland? Aktuelle Zahlen und Prognosen
Deutschlands Bevölkerung schrumpft erstmals seit 2022 – um rund 100.000 Menschen auf 83,5 Millionen zum Jahresende 2025. Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet den ersten Rückgang seit drei Jahren, angetrieben durch ein anhaltendes Geburtendefizit und sinkende Zuwanderung.
Einwohnerzahl (Ende 2025): ca. 83,5 Millionen ·
Fläche: 357.684 km² ·
Bevölkerungsdichte: 233/km² ·
Ausländeranteil (2024): etwa 15 % ·
Bevölkerungsveränderung 2024–2025: -0,1 %
Kurzüberblick
- 83,5 Mio. Einwohner (Ende 2025) – Statistisches Bundesamt (Destatis)
- Erster Bevölkerungsrückgang seit 2022 – Destatis (Statistisches Bundesamt (Destatis))
- Ausländeranteil ca. 15 % – Destatis (Statistisches Bundesamt (Destatis))
- Exakte Entwicklung bis 2100 (abhängig von Geburtenrate und Migration) – Demografie-Portal
- Genaue Anzahl der Menschen ohne Migrationshintergrund – Bundeszentrale für politische Bildung
- Anzahl der 90‑Jährigen und älter – keine aktuelle amtliche Sonderauswertung (Demografie-Portal)
- Weltbevölkerungszahl exakt – UN World Population Prospects
- 2025: erster Bevölkerungsrückgang seit 2022 – Destatis
- Geburtendefizit im vierten Jahr über 300.000 – Destatis
- BBSR-Prognose: stabile 83,1 Mio. bis 2045 – Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
- UN-Szenario: 70 Mio. bis 2100 – UN World Population Prospects
Sechs zentrale Datenpunkte – ein Muster: Die deutsche Bevölkerung altert und schrumpft langsam, aber stetig. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Kennzahlen zusammen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Einwohnerzahl (2025) | 83,5 Millionen |
| Fläche | 357.684 km² |
| Bevölkerungsdichte | 233/km² |
| Ausländeranteil | 15 % |
| Durchschnittsalter | knapp 47 Jahre |
| Bevölkerungswachstum 2024–2025 | -0,1 % |
Wie viele Einwohner hat Deutschland aktuell?
Die kurze Antwort: Ende 2025 lebten rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland, so die erste Schätzung von Destatis. Das sind etwa 100.000 Personen weniger als zum Jahresende 2024, als die Zahl bei 83,6 Millionen lag. Damit verzeichnet Deutschland den ersten Bevölkerungsrückgang seit 2022.
Wie viele Menschen leben aktuell in Deutschland 2026?
- Ende 2025: ca. 83,5 Mio. – Destatis
- Ende 2024: 83,6 Mio. – Destatis
- Ende 2023: 83,4 Mio. – Destatis
Für 2026 liegt noch keine Schätzung vor. Destatis wird die endgültigen Ergebnisse für 2025 im Juni/Juli 2026 veröffentlichen. Die Prognosen des BBSR gehen von einer stabilen Bevölkerungszahl um 83,1 Millionen bis 2045 aus, allerdings mit regionalen Unterschieden: Während das südliche Bayern und einige Großstädte wie Potsdam und Leipzig um bis zu 15 Prozent wachsen, schrumpfen ländliche Regionen in Ostdeutschland und Teilen des Westens.
Wie viele 90‑Jährige leben in Deutschland?
Eine gesonderte amtliche Auszählung der über 90‑Jährigen liegt nicht vor. Das Durchschnittsalter beträgt knapp 47 Jahre; mit der fortschreitenden Alterung steigt auch die Zahl der Hochbetagten, genaue Werte sind jedoch nicht öffentlich ausgewiesen. – Destatis
Wie viele Einwohner wird Deutschland in Zukunft haben?
Die mittelfristigen und langfristigen Prognosen zeigen einen klaren Trend: Die Bevölkerung wird älter und schrumpft. Die Ursachen liegen im anhaltenden Geburtendefizit und einer sinkenden Nettozuwanderung.
Wie viele Einwohner hat Deutschland 2030?
- Destatis-Prognose (moderates Szenario): ca. 82 Millionen – Destatis
- BBSR-Prognose: ca. 83,1 Millionen – BBSR
Wie viele Menschen werden 2050 noch in Deutschland leben?
- Destatis: ca. 78–80 Millionen – Destatis
- UN World Population Prospects: ca. 79 Millionen – UN
Welches Land wird im Jahr 2100 die Nummer 1 sein?
Global wird sich die Rangliste der bevölkerungsreichsten Länder bis 2100 deutlich verschieben. Indien hat China bereits 2023 überholt und wird voraussichtlich bis 2100 die Spitzenposition halten. Nigeria und die USA werden voraussichtlich zu den fünf größten Ländern gehören. Deutschland wird laut UN-Szenario im Jahr 2100 rund 70 Millionen Einwohner zählen – ein Rückgang von rund 16 Prozent gegenüber heute.
Prognosen sind mit Unsicherheiten behaftet: Entscheidend sind die Entwicklung der Geburtenrate (aktuell 1,5 Kinder pro Frau) und die künftige Nettozuwanderung. Sollte die Zuwanderung deutlich steigen, könnte der Rückgang abgemildert werden. Das BBSR betont, dass die stabile Entwicklung bis 2045 auf der Zensus-2022-Neuberechnung beruht und regionale Unterschiede groß sind.
Wie viele Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund leben in Deutschland?
Wie viele Ausländer hat Deutschland?
Der Ausländeranteil lag 2024 bei etwa 15 %, das sind rund 12,5 Millionen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Die größte ausländische Nationalität bilden türkische Staatsbürger mit etwa 1,5 Millionen.
Welche Nationalität ist in Deutschland am stärksten vertreten?
- Türkei: ca. 1,5 Millionen – Destatis
- Ukraine: ca. 1,2 Millionen (Stand 2024) – Destatis
- Syrien: ca. 1,0 Millionen – Destatis
Wie viele rein Deutsche gibt es noch in Deutschland?
Der Anteil der Menschen ohne Migrationshintergrund lag 2024 bei etwa 73 % – das sind rund 60 Millionen. Dieser Anteil ist rückläufig, da viele Zugewanderte und ihre Kinder nicht mehr in diese Kategorie fallen. Jeder vierte Mensch in Deutschland hat heute einen Migrationshintergrund.
Wie hat sich die Einwohnerzahl Deutschlands historisch entwickelt?
Die Bevölkerungsentwicklung Deutschlands ist geprägt von Kriegen, Wiedervereinigung und Migration. Ein Blick auf die langfristigen Zahlen zeigt, wie sich das Land verändert hat.
Einwohnerzahl Deutschland 1900 bis 2020
- 1900: ca. 56 Millionen – Wikipedia (Demografie Deutschlands)
- 1939: ca. 69,5 Millionen (Vorkriegsstand) – Wikipedia
- 1950: ca. 69 Millionen (nach Kriegsverlusten) – Wikipedia
- 1990: ca. 79 Millionen (Wiedervereinigung) – Wikipedia
- 2000: ca. 82 Millionen – Wikipedia
- 2020: ca. 83,2 Millionen – Destatis
Die Zahl stieg von 56 Millionen (1900) auf über 83 Millionen (2020) – ein Zuwachs von rund 27 Millionen in 120 Jahren. Der stärkste Anstieg erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Aufnahme von Vertriebenen und später durch die Wiedervereinigung. Seit den 1970er Jahren übersteigen die Sterbefälle die Geburten; das Wachstum der letzten Jahrzehnte ist allein auf Zuwanderung zurückzuführen.
Deutschlands Bevölkerung wuchs im 20. Jahrhundert vor allem durch Geburtenüberschüsse in der Nachkriegszeit und durch die Wiedervereinigung. Heute hält die Nettozuwanderung die Zahl stabil – aber sie ist in den letzten Monaten um 40 % eingebrochen, was den ersten Rückgang seit 2022 erklärt.
Wie verteilt sich die Bevölkerung auf Bundesländer und Städte?
Die Einwohnerzahlen sind regional sehr unterschiedlich. Die folgende Tabelle zeigt die bevölkerungsreichsten Bundesländer und vergleicht Deutschland mit Polen.
Wie viele Einwohner hat NRW?
Nordrhein-Westfalen ist mit rund 18 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Bundesland – mehr als Kanada, Schweden und Belgien zusammen. Es folgen Bayern mit ca. 13 Millionen und Baden-Württemberg mit ca. 11 Millionen. Berlin als Stadtstaat hat ca. 3,7 Millionen Einwohner.
Wie viele Einwohner hat Bayern?
Bayern zählt rund 13,1 Millionen Einwohner (Schätzung 2025) und ist damit das zweitbevölkerungsreichste Bundesland nach NRW.
Wie viele Einwohner hat Berlin?
Berlin, Hauptstadt und Stadtstaat, hat ca. 3,7 Millionen Einwohner – bei einer extrem hohen Bevölkerungsdichte von 4.100 Einwohnern pro km².
Wer ist größer, Polen oder Deutschland?
Deutschland ist mit 83,5 Millionen Einwohnern mehr als doppelt so groß wie Polen (ca. 38 Millionen). Die Fläche ist mit 357.000 km² gegenüber 312.000 km² nur geringfügig größer. Die Bevölkerungsdichte ist in Deutschland (233/km²) mehr als doppelt so hoch wie in Polen (85/km²).
Einwohnerzahlen der Bundesländer im Überblick
Vier Bundesländer – ein klares Stadt-Land-Gefälle. Die folgende Tabelle zeigt die Daten für die größten und die Hauptstadt.
| Bundesland | Einwohner (Schätzung 2025) | Bevölkerungsdichte |
|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | ca. 18,0 Mio. | 527/km² |
| Bayern | ca. 13,1 Mio. | 186/km² |
| Baden-Württemberg | ca. 11,0 Mio. | 309/km² |
| Berlin | ca. 3,7 Mio. | 4.100/km² |
| Polen (Vergleich) | ca. 38 Mio. | 85/km² |
Deutschland ist nicht nur doppelt so bevölkerungsreich wie Polen, sondern auch viel dichter besiedelt. Für die Infrastruktur, Wohnungspolitik und soziale Systeme bedeutet das: Die Herausforderungen in Ballungsräumen wie NRW und Berlin sind andere als in den ländlichen Regionen Polens, aber auch als in Bayern und Baden-Württemberg.
Zeitleiste: Deutschlands Bevölkerungsentwicklung
Die folgende Zeitleiste fasst die wichtigsten Meilensteine zusammen. Jeder Eintrag basiert auf den offiziellen Daten von Destatis und Wikipedia.
- 1900 – ca. 56 Mio. Einwohner – Wikipedia
- 1939 – ca. 69,5 Mio. (Vorkriegsstand) – Wikipedia
- 1950 – ca. 69 Mio. (nach dem Zweiten Weltkrieg) – Wikipedia
- 1990 – ca. 79 Mio. (Wiedervereinigung) – Wikipedia
- 2000 – ca. 82 Mio. – Wikipedia
- 2020 – ca. 83,2 Mio. – Destatis
- 2025 – ca. 83,5 Mio. (erster Rückgang seit 2022) – Destatis
- 2050 (Prognose) – ca. 78–80 Mio. – Destatis
- 2100 (Prognose) – ca. 70 Mio. – UN
Der Trend: Von konstantem Wachstum im 20. Jahrhundert hin zu Stagnation und leichter Schrumpfung. Das Geburtendefizit lag 2025 im vierten Jahr in Folge über 300.000 Personen, während die Nettozuwanderung von 430.000 (2024) auf geschätzte 220.000–260.000 zurückging – ein Rückgang von über 40 %.
Was diese Entwicklung signalisiert: Ohne einen deutlichen Anstieg der Zuwanderung wird die Bevölkerung weiter altern und schrumpfen – das hat direkte Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Rente und öffentliche Infrastruktur.
Fakten und Unklarheiten auf einen Blick
Bestätigte Fakten
- Einwohnerzahl Ende 2025: 83,5 Mio. (Destatis)
- Historische Werte bis 2020 (Wikipedia)
- Ausländeranteil ca. 15 % (Destatis)
- Geburtendefizit 2025: 340.000–360.000 (Destatis)
Was unklar ist
- Exakte Entwicklung bis 2100 (abhängig von Geburtenrate und Migration)
- Genaue Anzahl der Menschen ohne Migrationshintergrund
- Verlauf der Nettozuwanderung in den kommenden Jahren
- Anzahl der 90‑Jährigen und älter
- Weltbevölkerungszahl exakt
Stimmen zur Bevölkerungsentwicklung
„Deutschland hatte zum Jahresende 2025 rund 83,5 Millionen Einwohner. Die Bevölkerung sank gegenüber dem Vorjahr um etwa 100.000 Personen – der erste Rückgang seit 2022.”
– Destatis (Statistisches Bundesamt), Pressemitteilung Januar 2026
„Das Geburtendefizit lag 2025 im vierten Jahr in Folge über 300.000 Personen. Die Nettozuwanderung sank um mindestens 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.”
– Tagesschau, Bericht über die Destatis-Zahlen
Die Aussagen der beiden Institutionen zeigen ein klares Bild: Der demografische Wandel beschleunigt sich. Die Kombination aus sinkenden Geburtenzahlen und rückläufiger Zuwanderung wird die Bevölkerungszahl in den kommenden Jahrzehnten weiter drücken.
Fazit: Was die Zahlen für Deutschland bedeuten
Die offiziellen Zahlen belegen: Deutschland schrumpft – erstmals seit 2022. Etwa 100.000 Menschen weniger leben hier als vor einem Jahr. Die Ursachen sind strukturell: ein dauerhaftes Geburtendefizit von über 300.000 pro Jahr und eine Nettozuwanderung, die auf dem niedrigsten Stand seit Jahren liegt. Prognosen bis 2050 und 2100 zeigen einen weiteren Rückgang auf 78–80 Millionen beziehungsweise 70 Millionen. Für die deutsche Politik steht fest: Die Rente mit 67, die Pflegeversicherung und die Integration von Zuwanderern werden zu den bestimmenden Themen der nächsten Jahrzehnte. Wer heute die Einwohnerzahl sucht, findet klare Daten – doch die entscheidende Frage ist, wie die Gesellschaft auf das Schrumpfen reagiert. Für die Bürgerinnen und Bürger in Ballungsräumen und ländlichen Regionen ist die Konsequenz klar: Wohnungsmärkte, soziale Infrastruktur und Arbeitsmärkte werden sich anpassen müssen – entweder durch gesteuerte Zuwanderung oder durch radikale Sparmaßnahmen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Geburten und Sterbefälle gibt es jährlich in Deutschland?
Für 2025 erwartet Destatis 640.000 bis 660.000 Geburten und gut 1,00 Million Sterbefälle – ein Geburtendefizit von 340.000 bis 360.000 Personen. (Destatis)
Wie viele Menschen ziehen jährlich nach Deutschland?
Die Nettozuwanderung betrug 2024 rund 430.000 Personen. Für 2025 wird sie auf 220.000 bis 260.000 geschätzt – ein Rückgang von mindestens 40 %. (Destatis)
Wie viele Menschen leben in ländlichen Gebieten vs. Städten?
Etwa 77 % der Deutschen leben in Städten und Verdichtungsräumen, 23 % im ländlichen Raum. Die Tendenz zur Urbanisierung hält an. (Demografie-Portal)
Welches Bundesland hat die höchste Bevölkerungsdichte?
Berlin mit ca. 4.100 Einwohnern pro km², gefolgt von Hamburg (2.500/km²) und Nordrhein-Westfalen (527/km²).
Wie alt ist die durchschnittliche Person in Deutschland?
Das Durchschnittsalter liegt bei knapp 47 Jahren. Damit ist Deutschland eine der ältesten Bevölkerungen der Welt. (Destatis)
Wie viele Menschen in Deutschland sind unter 18 Jahre alt?
Der Anteil der unter 18-Jährigen beträgt etwa 15 % der Bevölkerung – rund 12,5 Millionen. (Destatis)
Wie viele 90‑Jährige leben in Deutschland?
Eine gesonderte amtliche Zahl liegt nicht vor. Das Durchschnittsalter beträgt knapp 47 Jahre; die Gruppe der Hochbetagten wächst mit der Alterung, wird aber nicht separat ausgewiesen.
Wie viele Menschen leben insgesamt auf der Welt?
Die Weltbevölkerung wird Ende 2025 auf etwa 8,2 Milliarden Menschen geschätzt. Genaue aktuelle Zahlen liefern die UN-Weltbevölkerungsprognosen. (UN World Population Prospects)
Verwandte Beiträge:
- Wann sind die Sommerferien in Niedersachsen? Termine 2025-2029 – Wissenswerte Daten für Bildungsreisende
- Was verdient ein Pilot – Gehalt in Deutschland 2026 – Einkommensvergleich in Deutschland